Von der Idee bis zur ersten Webseite…

Einsteigerkurs: Am Anfang stand das (Key-)Wort.

Bekannterweise unterscheiden sich die Menschen in zwei Gruppen:

  • Die eine Hälfte kann Webseiten programmieren, aber hat kein Gefühl für attraktive Märkte, Ideen für gute Inhalte und Talent für die wirtschaftlich erfolgreiche Vermarktung von Web-Projekten.
  • Die andere Hälfte hat zwar massenweise Ideen, aber häufig vollkommen unrealistische Vorstellungen von den technischen Voraussetzungen, dem dahinter stehenden Arbeitsaufwand und den notwendigen Marketinganstrengungen. Lässt man diese „Kreativen“ unter sich, schmieren sie ganze Whiteboards voll mind MindMaps aber haben nach wochenlanger Schaffensphase keine einzige Website online gestellt.

Ganz gleich, zu welcher der beiden Gruppen du gehören magst: Die Kannkind Akademie gibt dir das nötige Rüstzeug an die Hand, um trotz einseitiger Begabung professionelle und profitable Webprojekte zu realisieren. Und falls du wirklich überhaupt keine Lust verspürst, dir die fehlenden Puzzleteile anzueignen, hilft dir die aktive Teilnahme in der Community mit Sicherheit, die benötigten Partner ausfindig zu machen. Aber zurück zum eigentlichen Anliegen des Artikels…

Jedes Projekt beginnt wie gesagt mit einer wagen Idee. Vielleicht hast du in TV oder Radio von einem neuen Produkt gehört, von dem du glaubst, es könnte durch die Decke gehen und ziehst in Erwägung, eine Fanpage dafür zu realisieren oder dich beim produzierenden Unternehmen als Vertriebspartner zu bewerben. Oder ein feuchtfröhlicher Abend in deiner Lieblingskneipe hat zu einer Geschäftsidee geführt, deren Realisierbarkeit du gerne überprüfen möchtest, bevor du damit zur Bank rennst und einen Kredit beantragst. Vielleicht bist du auch während eines Auslandsurlaubs auf ein Produkt aufmerksam geworden, das es in deinem Heimatland noch nicht gibt und von dem du glaubst, es würde sich auf einem lokalen Markt gut verkaufen.

Oder aber du verfügst bereits über ausreichend Skills, um dir deine eigene Webseite zu programmieren oder im Baukastenprinzip zusammen zu basteln, aber dir mangelt es einfach an brauchbaren Ideen. Und wenn du nach langem Grübeln und Suchen endlich einen Markt / ein Keyword gefunden hast, bist du dir unsicher, wie du deine Idee bezüglich ihrer Attraktivität und Realisierbarkeit zu bewerten hast Wahrscheinlich hat jeder schon Mal eine (Schnaps-)Idee gehabt für ein Online Business. Meistens scheitert ihre Realisierung daran, dass man nicht so recht weiß, welche Schritte im Anschluss an die bloße Idee folgen…

Im vorliegenden Anfängerkurs werden wir uns ausführlich mit eben diesen Fragen auseinander setzen. Du wirst Schritt für Schritt lernen, welche Fragen du wie zu stellen hast und wie du diese zuverlässig mit den geeigneten Online Tools beantwortest.

Die Kannkind Akademie wünscht dir viel Spaß beim Üben und Ausprobieren! Für Rückfragen steht dir der Support per Live-Chat jederzeit während der Kurszeiten zur Verfügung. Über den Chat gestellte Fragen werden automatisch für den ganzen Kurs ersichtlich am Beamer eingeblendet & in Zusammenarbeit mit den anderen Teilnehmern erörtert. Anonyme Fragen oder Fragen per E-Mail etc. werden ausdrücklich nicht beantwortet – Ziel des Kurses ist es, Kontakte untereinander zu knüpfen und sich daran zu gewöhnen, gemeinsam Fragestellungen zu bearbeiten.

Jetzt aber viel Spaß mit dem Kurs & zögere bitte nicht, auch eigene Ideen und Lösungsansätze einzubringen!

Wie überprüfe ich meine Idee auf ihre Attraktivität bzw. ihre Realisierbarkeit?Bevor wir uns aber anhand eines konkreten Beispiels mögliche negative Ergebnisse anschauen, welche durch geschickte Optimierungsansätze eine Kampagne mit negativem ROI sprichwörtlich „aus dem Dreck“ ziehen; zunächst ein paar denkbare, häufig anzutreffende Ausgangssituationen:


  1. Wir haben eine brandneue Idee, für die es bislang überhaupt keinen Markt gibt, die aber durchaus Suchvolumen aufweist, weil ihr Grundgedanke bereits bekannt ist und die bislang an den technischen (Un-)Möglichkeiten gescheitert ist. Beispielsweise eine Zeitreisemaschine.

  2. Wir haben im Thailand-Urlaub ein Produkt in Form eines Energy Drinks entdeckt, für das wir in Deutschland einen Markt vermuten. Es gibt einerseits bereits vergleichbare Produkte auf dem heimischen Markt (Flying Horse und Co.), andererseits stehen uns für das thailändische Produkt aussagekräftige Absatzzahlen aus der Bilanz des vertreibenden Unternehmens in Thailand zur Verfügung. Bei dem Produkt handelt es sich um einen Energy Drink, den wir „Red Bull“ zu nennen gedenken.

  3. Wir haben ein Geschäftsmodell entdeckt, das es zwar schon lange „offline“ gibt, für das wir aber kein digitales Pendant gefunden haben. Zum Beispiel die Vermietung von Ferienwohnungen und Mitfahrgelegenheiten.Es existiert also ein Markt, dessen Volumen aber wenig aussagekräftig ist, weil wir das Geschäftsmodell – wie jedes digitale Modell – im Erfolgsfall ohne Weiteres skalieren können.

  4. Wir haben (noch) überhaupt keine konkrete Idee, möchten aber unbedingt die erste eigene Webseite angehen. Denn wir sind uns sicher, dass es sich dabei um den bequemsten und spannendsten Weg handelt, sich wichtige Digitalskills anzueignen, ohne lediglich bei trockener Theorie zu bleiben. Welche Möglichkeiten zur Ideengenerierung kommen für unbedarfte Neulinge wohl in Betracht und wie granuliere ich erste grobe Ideen um zu verhindern, nicht zu viel Zeit mit der falschen Idee zu verbringen?

Die Idee antesten am Beispiel eines Dreck abweisenden T-Shirts

Du befindest dich gerade bei deinen Verwandten in Sibirien. Weil es draußen furchtbar kalt ist und deine Familie den ganzen Tag nur am Wodka trinken ist, beschließt du, deinen Laptop aus dem Reiserucksack hervorzukramen und statt an der Bärenjagd mit deinem Vater und Großvater teilzunehmen lieber zuhause im Warmen zu bleiben und an deiner Werbekampagne weiterzuarbeiten. Immer noch bist du fest vom Potential deiner Idee eines schlammabweisenden T-Shirts überzeugt und zufällig stößt du beim Rumsurfen auf Facebook (die GPS-Ortung deines Laptops bewirkt, dass dir Veranstaltungen in der Nähe angezeigt werden) auf eine Facebook-Gruppe sibirischer Tough Mudder – einer Art Laufcontest im Wald, bei dem Teilnehmer u.a. durch Schlammgruben robben müssen.

Dein Glück kannst du kaum glauben:

Du hast kurzerhand mit deiner Webcam ein 30 Sekunden langes Werbevideo aufgezeichnet und damit eine geeignete Werbeform (Video) gefunden zur Vermarktung deines Produktes. Deine Zielgruppe hast du kurzerhand mittels Personas (Männlich, 18-30, abenteuerlustig) genauestens definiert und auf dem Kanal „Facebook“ (bzw. der Facebookgruppe „Tough Mudder Sibiria, 5000 Mitglieder) ausfindig gemacht. Du bist dir ziemlich sicher, dass dein Produkt (schlammabweisendes T-Shirt im Military-Look) einschlagen wird wie eine Bombe. Sicher bist du dir aber nicht.

Nun könnte es passieren, dass… 

Die gewählte Werbeform nicht die richtige ist:
Teilnehmer des Tough Mudder Contests finden Videos mehrheitlich doof und klicken lieber auf Textanzeigen. Außerdem ist die Bandbreite in Sibirien extrem niedrig und die schlechte Bildqualität bewirkt, dass selbst Gruppenmitglieder, die sich dein Video anschauen, durch zu hohe Verpixelung die URL am unteren rechten Rand im Video nicht als solche wahrnehmen. Du wunderst dich darüber, dass sich keiner der zweitausend Leute, die sich dein Video bis zum Ende angeschaut haben, auf den Link klickt. Alternativ: Du hast eine Textanzeige geschaltet, aber trotz tausender Impressionen klickt kaum jemand drauf (Click-Through-Rate). Dir schwant, dass du vielleicht die Headline oder den Anzeigtext ändern solltest. Du fragst dich nur, wie? Und wäre es nicht viel bequemer, von Anfang an ein paar Varianten zu kreieren und einen Algorithmus darüber wachen und entscheiden lassen, welche Variante nach ein paar Testläufen in Abhängigkeit von der Performance angezeigt wird? Tools: Buzzsumo, Facebook A/B Tests, SemRush
Die Zielgruppe falsch gewählt ist:
Tatsächlich könnte es sein, dass lediglich die weiblichen Teilnehmer der Tough Mudder Veranstaltungen ein Problem mit dem Schlamm auf ihren Shirts haben und es den männlichen Athleten gleichgültig ist, wie verdreckt ihre Shirts auf dem Abschlussfoto aussehen. Wenn du keine A/B Tests durchführst und die Kampagne / Idee direkt als gescheitert betrachtest, wirst du es nie herausfinden. Vielleicht sind auch Tough Mudder Teilnehmer von Grund auf die falsche Zielgruppe, weil ja gerade die Teilnehmer eines solches Contests naturgemäß wenig Probleme damit haben, sich schmutzig zu machen? Tools: Google Keyword Planner
Das Produkt einer Modifikation bedarf:
Die Produktfunktion selbst kommt bei der Zielgruppe super an, blöderweise ist es in Sibirien aber um einiges kälter als im heißen Australien, in dem du wohnst. Würdest du an Stelle eines T-Shirts einen schlammabweisenden Pullover vermarkten, wäre die Konversionsrate mit Sicherheit höher. Hättest du dir Mal lieber genauer die Bildergalerien in der Facebook Gruppe angeschaut, wäre es dir wie Schuppen von den Augen gefallen: Die Teilnehmer dort tragen allesamt schwere Militärkleidung und sogar Skimasken, um das Gesicht vor Kälte zu schützen. Sich genauer mit der Zielgruppe zu beschäftigen, hätte dir im Vorhinein klarwerden lassen, dass du nie im Leben T-Shirts in Sibirien verkaufen würdest. Gibt es vielleicht eine Möglichkeit, sich vorab mit den demographischen Merkmalen der Zielgruppe auseinander zu setzen, ohne Testbudget zu verbrennen? Tools: Amazon (um Variationen zu finden), Google Keyword Planner
Der Zeitpunkt / Ort falsch gewählt ist:
Vielleicht würde sich dein T-Shirt im August sogar in Sibirien verkaufen? Oder jetzt, im Winter, wenn auch nicht in Sibirien, so doch in Australien? Tools: Google Trends, SemRush

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